Totem Serie:

Malerei und Zeichnung

Seit jeher hinterlassen Menschen Zeichen. Totems, Masken, Figuren entstehen dort, wo Sprache nicht ausreicht. Sie tragen Erinnerung, Glaube, Hoffnung. Ihre Materialien altern, ihre Formen bleiben. Jahrhunderte alte Bilder sprechen noch immer.

Mich interessiert diese Zeitlosigkeit.
Nicht als Stil, sondern als Kraft.

Ein entscheidender Moment war mein Besuch im Museo Rufino Tamayo in Oaxaca, Mexiko. Skulpturen, Keramiken und Masken aus präkolumbischen Kulturen standen dort nicht wie Objekte, sondern wie Gegenüber. Ihre Präsenz war ruhig, konzentriert, selbstverständlich.

Diese Erfahrung hat meine Arbeit nachhaltig geprägt.

In der Werkreihe Totem setze ich mich mit Figuren, Masken und rituellen Formen auseinander – nicht als Zitat, sondern als Annäherung. Mich interessiert das Universelle dieser Zeichen: ihre Fähigkeit, Identität zu bündeln, Schutz zu behaupten, Verbindung herzustellen.

Der Arbeitsprozess ist langsam.
Schicht um Schicht entstehen Farbe und Form.
Wie bei einer archäologischen Arbeit wird etwas freigelegt.

So entstehen Figuren, die zwischen Zeiten stehen.
Weder Vergangenheit noch Gegenwart.
Eher ein Zustand.

Die Arbeiten fragen nicht nach Herkunft.
Sie bleiben offen.
Und tragen doch etwas in sich, das älter ist als jede Antwort.

“Sie haben ein gemeinsames Merkmal - DIE Aura des Geheimnisses und der Angst, die die Grenze zwischen RealitÄt und Schlaf ausbalancieren. Bilder, Gesichter, die Totems, alte Gottheiten oder Figuren von Archaischen Ritualen”